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34. Deutsche Meisterschaft Triplette in
Edingen-Neckarhausen
Die 34. Deutschen
Meisterschaften in der Königsdisziplin Triplette stellten sportlich für
den Deutschen Petanque Verband (DPV) und organisatorisch für den BCEN
einen vollen Erfolg dar. Aber nicht nur für diese beiden, sondern in
erster Linie für die letztlich siegreichen Titelverteidiger aus
Nordrhein-Westfalen dürfte das boulistische Highlight der diesjährigen
Saison vor allem wegen der malerischen Kulisse im Schlosshof des
Graf-von-Oberndorffschen Schlosses in bester Erinnerung bleiben. – Die
zahlreichen Zuschauer sahen bereits am ersten Turniertag hervorragende
Partien. In 32 Vierergruppen kämpften die 128 aus ihren Landesverbänden
entsandten Dreierteams um den Einzug in die K.O.-Runde der letzten 64. -
Zuvor hatten DPV-Präsident Klaus Eschbach, Bürgermeister Roland Marsch
und Vereinsvorsitzender Gerhard Hund die mehr als 380 Sportler, deren
Verbandsoffiziellen und auch die Zuschauer willkommen geheißen. - Sowohl
auf dem Boulodrôme, als auch im weitläufigen Schlosspark flogen die
Kugeln und suchten ihr Ziel auf teils schwierigen aber hervorragend präparierten
Terrains. Während draußen die Duelle ihren Lauf nahmen, wurde im
Wettkampfbüro in der Eduard-Schläfer-Halle fieberhaft gearbeitet. Gegen
16.00 Uhr stand fest, welche Mannschaften ihr erstes Ziel, das Überstehen
der Gruppenphase, erreicht hatten. Nun war die Spreu vom Weizen getrennt.
Die einen traten den Weg ins B-Turnier an, während die anderen noch die
Chance auf nationale Ehren hatten. Im K.O.-Modus hieß es nun für die
verbliebenen Triplettes alles oder nichts. Vor allem die Mannschaften aus
Baden-Württemberg konnten hier bis ins Achtelfinale am Sonntagmorgen überzeugen.
Ein Gros der noch im Wettbewerb befindlichen Teams kam zu diesem Zeitpunkt
noch aus dem Ländle. Ansonsten zeigte sich Nordrhein-Westfalen (NRW),
besonders durch die Teams von „Düsseldorf sur place“ hervorragend
aufgestellt. Im Viertelfinale dann die große Ernüchterung für den
baden-württembergischen Landesverband - nur eine von sechs Mannschaften
schaffte den Sprung unter die letzten acht. Jeweils ein Team aus Berlin,
Niedersachsen, Bayern und Rheinland-Pfalz schaffte eine kleine Sensation.
Sie gewannen alle ihre Achtelfinalbegegnungen. Allein drei Teams stellte
NRW. Kurz nach 13.00 Uhr bekam die stattliche Zuschauerkulisse auf der
Schlossterrasse dann einen Petanque-Krimi vom Feinsten. Team Baden-Württemberg
6 hatte gerade seine ebenfalls interessante Partie gegen die konstant und
mit stoischer Ruhe spielenden Bayern verloren. Da bahnte sich auf Platz 1
eine kleine Sensation an. Equipe Rheinland-Pfalz 1 hatte mehrmals den
Matchball auf der Hand oder seinen Gegner NRW 1 derart unter Druck
gesetzt, dass die Partie einen sensationellen Ausgang hätte nehmen können,
wenn da nicht die Nervosität einen Streich gespielt oder eben Sascha von
Pleß nicht sein ganzes Können bewiesen hätte. Zwei Mal sorgte der
Milieu des Titelverteidigers für die Rettung und schoss die Zielkugeln
unter tosendem Applaus ins Aus, um die Aufnahme zu egalisieren. Am Ende
wurde von Pleß belohnt und erhielt seiner Mannschaft mit einem hart erkämpften
13:12 die Chance auf die erfolgreiche Titelverteidigung. So standen sich
in einem dann doch einseitigen Finale Malte Berger, Sascha von Pleß sowie
Kamel Bourouba (alle Düsseldorf Sur Place / NRW1) und Albin Raux, Patrick
Fournier (beide PC Nürnberg) mit Tita Vecile (FT Hof / Bayern 7) gegenüber.
Die Titelverteidiger brachten ihre ganze Finalroutine ein und der Überraschungsfinalist
musste beim 13:3, so machte es zumindest von außen den Anschein, seinem
bis zum Semifinale hochkonzentrierten Spiel Tribut zollen. Zu keinem
Zeitpunkt fand der spätere Vizemeister in die Begegnung. - Damit stand
fest, dass der 33. Deutsche Meister Triplette auch der 34. sein sollte.
Auf der Schlossterrasse nahmen die erfolgreichen Mannschaften die Pokale
aus den Händen von Klaus Eschbach und Bürgermeisterstellvertreterin
Heidi Gade entgegen. Sie fand im Rahmen der Siegerehrung sehr treffende
Worte und verlieh der Zeremonie zusammen mit Gerhard Hund, der den
Platzierten als Ehrengabe das Festbuch „25 Jahre BCEN“ überreichte,
einen feierlichen Rahmen. Zum offiziellen Siegerfoto erklang die
Nationalhymne. Herzlichen Glückwunsch nochmals an Malte Berger, Sascha
von Pleß und Kamel Bourouba sowie alle Platzierten.
Ein
besonderes Dankeschön geht an die weit über 80 freiwilligen Helfer,
deren Preis an diesem Wochenende ein beeindruckend positives Feedback
aller Sportler, Gäste und der Verbandsoffiziellen war. In seinem 25.
Vereinsjahr konnte der BCEN dank dieser vielen helfenden Hände einen
weiteren, wenn nicht sogar den bisher größten organisatorischen
Glanzpunkt setzen.
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