Deutsche Pétanque Meisterschaft Triplette
19./20. Juni 2010
Edingen-Neckarhausen

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Deutsche Meister Triplette 2010
Malte Berger / Kamel Bourouba / Sascha von Pleß (Düsseldorf sur place)
Vize-Meister: Patrick Fournier / Albin Raux / Vecile Tita (Nürnberg, Hof)
Dritter Platz: Zeki Engin / Benjamin Lehmann / Sascha Wagner (TSG Lützelsachsen)
Dritter Platz: Husseine Assane / Jochen Jud / Jan-Peter Wilding (Otterbach, Rockenhausen)


Sieger B-Turnier
1. Platz: Moritz Rosik / Marco Schuhmacher / Moritz Wiegand (Münster, Marl)
2. Platz: Martin Peter / Stefan Schultz / Thierry Siberreis (Bensheim, Tromm, Crumstadt)
3. Platz: Paul Abraham / Nicola Peranovic / Dimitrios Toufekoulas (Ed.-Neckarhausen, Neunkirchen)
3. Platz: Dirk Brosowski / Lasse Brosowski / Klaus Hoffmann (Neumünster)

34. Deutsche Meisterschaft Triplette in Edingen-Neckarhausen
Die 34. Deutschen Meisterschaften in der Königsdisziplin Triplette stellten sportlich für den Deutschen Petanque Verband (DPV) und organisatorisch für den BCEN einen vollen Erfolg dar. Aber nicht nur für diese beiden, sondern in erster Linie für die letztlich siegreichen Titelverteidiger aus Nordrhein-Westfalen dürfte das boulistische Highlight der diesjährigen Saison vor allem wegen der malerischen Kulisse im Schlosshof des Graf-von-Oberndorffschen Schlosses in bester Erinnerung bleiben. – Die zahlreichen Zuschauer sahen bereits am ersten Turniertag hervorragende Partien. In 32 Vierergruppen kämpften die 128 aus ihren Landesverbänden entsandten Dreierteams um den Einzug in die K.O.-Runde der letzten 64. - Zuvor hatten DPV-Präsident Klaus Eschbach, Bürgermeister Roland Marsch und Vereinsvorsitzender Gerhard Hund die mehr als 380 Sportler, deren Verbandsoffiziellen und auch die Zuschauer willkommen geheißen. - Sowohl auf dem Boulodrôme, als auch im weitläufigen Schlosspark flogen die Kugeln und suchten ihr Ziel auf teils schwierigen aber hervorragend präparierten Terrains. Während draußen die Duelle ihren Lauf nahmen, wurde im Wettkampfbüro in der Eduard-Schläfer-Halle fieberhaft gearbeitet. Gegen 16.00 Uhr stand fest, welche Mannschaften ihr erstes Ziel, das Überstehen der Gruppenphase, erreicht hatten. Nun war die Spreu vom Weizen getrennt. Die einen traten den Weg ins B-Turnier an, während die anderen noch die Chance auf nationale Ehren hatten. Im K.O.-Modus hieß es nun für die verbliebenen Triplettes alles oder nichts. Vor allem die Mannschaften aus Baden-Württemberg konnten hier bis ins Achtelfinale am Sonntagmorgen überzeugen. Ein Gros der noch im Wettbewerb befindlichen Teams kam zu diesem Zeitpunkt noch aus dem Ländle. Ansonsten zeigte sich Nordrhein-Westfalen (NRW), besonders durch die Teams von „Düsseldorf sur place“ hervorragend aufgestellt. Im Viertelfinale dann die große Ernüchterung für den baden-württembergischen Landesverband - nur eine von sechs Mannschaften schaffte den Sprung unter die letzten acht. Jeweils ein Team aus Berlin, Niedersachsen, Bayern und Rheinland-Pfalz schaffte eine kleine Sensation. Sie gewannen alle ihre Achtelfinalbegegnungen. Allein drei Teams stellte NRW. Kurz nach 13.00 Uhr bekam die stattliche Zuschauerkulisse auf der Schlossterrasse dann einen Petanque-Krimi vom Feinsten. Team Baden-Württemberg 6 hatte gerade seine ebenfalls interessante Partie gegen die konstant und mit stoischer Ruhe spielenden Bayern verloren. Da bahnte sich auf Platz 1 eine kleine Sensation an. Equipe Rheinland-Pfalz 1 hatte mehrmals den Matchball auf der Hand oder seinen Gegner NRW 1 derart unter Druck gesetzt, dass die Partie einen sensationellen Ausgang hätte nehmen können, wenn da nicht die Nervosität einen Streich gespielt oder eben Sascha von Pleß nicht sein ganzes Können bewiesen hätte. Zwei Mal sorgte der Milieu des Titelverteidigers für die Rettung und schoss die Zielkugeln unter tosendem Applaus ins Aus, um die Aufnahme zu egalisieren. Am Ende wurde von Pleß belohnt und erhielt seiner Mannschaft mit einem hart erkämpften 13:12 die Chance auf die erfolgreiche Titelverteidigung. So standen sich in einem dann doch einseitigen Finale Malte Berger, Sascha von Pleß sowie Kamel Bourouba (alle Düsseldorf Sur Place / NRW1) und Albin Raux, Patrick Fournier (beide PC Nürnberg) mit Tita Vecile (FT Hof / Bayern 7) gegenüber. Die Titelverteidiger brachten ihre ganze Finalroutine ein und der Überraschungsfinalist musste beim 13:3, so machte es zumindest von außen den Anschein, seinem bis zum Semifinale hochkonzentrierten Spiel Tribut zollen. Zu keinem Zeitpunkt fand der spätere Vizemeister in die Begegnung. - Damit stand fest, dass der 33. Deutsche Meister Triplette auch der 34. sein sollte. Auf der Schlossterrasse nahmen die erfolgreichen Mannschaften die Pokale aus den Händen von Klaus Eschbach und Bürgermeisterstellvertreterin Heidi Gade entgegen. Sie fand im Rahmen der Siegerehrung sehr treffende Worte und verlieh der Zeremonie zusammen mit Gerhard Hund, der den Platzierten als Ehrengabe das Festbuch „25 Jahre BCEN“ überreichte, einen feierlichen Rahmen. Zum offiziellen Siegerfoto erklang die Nationalhymne. Herzlichen Glückwunsch nochmals an Malte Berger, Sascha von Pleß und Kamel Bourouba sowie alle Platzierten.
Ein besonderes Dankeschön geht an die weit über 80 freiwilligen Helfer, deren Preis an diesem Wochenende ein beeindruckend positives Feedback aller Sportler, Gäste und der Verbandsoffiziellen war. In seinem 25. Vereinsjahr konnte der BCEN dank dieser vielen helfenden Hände einen weiteren, wenn nicht sogar den bisher größten organisatorischen Glanzpunkt setzen.