Unsere Partnerstadt Plouguerneau

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Plouguerneau ist eine bedeutende Gemeinde des Departements Finistère mit einer Fläche von 4.333 Hektar und 
5.500 Einwohnern, 30 km nördlich von Brest. 
Die Partnerstadt von Edingen-Neckarhausen liegt an der Küste der historischen Landschaft "Léon" im "Land der Abers". Sie ist im Westen und Norden durch den Ärmelkanal, im Osten durch die Gemeinden Guissény und Kernilis, im Süd-Osten durch Plouvien und im Süden durch den Meeresarm Aber Wrac´h begrenzt, der sie von Lannilis und Landéda trennt.

Plouguerneau hat eine Küstenlänge von 45 km (alle Buchten eingerechnet) mit insgesamt 23 Stränden (St. Cava, Kervenny, Grève Blanche, Corréjou, Zorn, Vougot u.a.).

Es lassen sich 4 größere Siedlingsbereiche erkennen:
- Bourg:  Zentrum - Handel, Handwerk, Dienstleistungen, Einrichtungen für Kultur und Sport
- Lilia:  Hafen, Küstenfischerei, Tangfischerei, Tourismus
- St. Michel:  Hafen, Segeln, Tourismus
- Grouanec:  Landwirtschaft

Die ersten Menschen, die die Gegend besiedelten, fanden Schutz unter den großen Felsen von St. Michel (Ann Dolenn), Kèlerdut und der Ile Vierge.
Die Menschen der Jungsteinzeit entdeckten die Land- und Viehwirtschaft in Koréjou, Kréac´h-an-Avel und St. Cava. Sie bauten Megalithen, um ihre Verstorbenen und ihre Götter zu ehren
(Menhire von Goarivan und Menozac`h, Dolmen in Lilia und auf der Ile Venan).
Aus der Bronzezeit stammen mehrere Waffen- und Werkzeugfunde, aus der frühen Eisenzeit u.a. die Grabsäulen von Prad Paol, Grouanec, Iliz Koz.
Die Römer bauten eine Straße, die Carhaix (Vorgium) und Plouguerneau/St. Cava (Gesocribate) verband (Funde in Kerazan, St. Cava und Kastell Ac´h).
Auch die Pont Krac´h (Teufelsbrücke) über den Aber Wrac´h ist in dieser Zeit entstanden.
Plouguerneau soll im 6. Jahrhundert von einem Mann namens Kerne gegründet worden sein.
(Plouguerneau heißt auf bretonisch Plougerne: Plou=Gemeinde, Gerne=von Kerne)
Der erste Pfarrer ist wahrscheinlich Saint-Kenan gewesen, ein irländischer Mönch, der im 6. Jhdt. das nördliche Léon christianisierte. Er war lange Zeit der Schutzheilige der Gemeinde, bis er durch die Apostel Peter und Paul ersetzt wurde.
Im 7. Jahrhundert soll in der Gegend um Plouguerneau die sagenhafte Hauptstadt Tolente des Königreichs Judicael gelegen haben, bis sie 875 von den Normannen zerstört wurde.
Vom kleinen Hafen St. Michel legte 1345 Jean de Montfort nach England ab, nachdem er von Charles de Blois im Erbfolgekrieg zunächst besiegt worden war.

Seit dem frühen Mittelalter sind zahlreiche Kreuze (über 100) und Kalvarienberge errichtet worden.
Zunächst erbauten die Lehensherren ihre Herrensitze aus Holz, später kam die Epoche der Steinhäuser (Koad Kenan, Lesmel), der Kirchen und Kapellen (insgesamt 13).

Pfarrkirche von Plouguerneau (St. Pierre und St. Paul)
Wiederaufbau 1853, Glockenturm von 1701 (früher mit Leuchtfeuer, das die Einfahrt in den Aber Wrac´h markierte), Grabstätte von Monseigneur de Poulpiquet (1824 Bischof von Quimper und Léon), Fahnen und Tragefiguren aus dem 17. Jh. (werden zum Pardon im Juni getragen)

Notre Dame von Grouanec - aus dem 16. Jh., schönes Ensemble (Kapelle, Beinhaus, Kalvarienberg)

Notre Dame von Lilia - erbaut 1875, Statue von St. Karan

Kapelle von St. Michel - dem Erzengel Michael gewidmet, erbaut 1707, Wallfahrtsort,
Aufenthaltsort von Michel le Nobletz, einem berühmten Prediger der Nieder-Bretagne

Kapelle von Traon - aus dem 16. Jh., sehr schön angelegt, Triumphbogen, Kalvarienberg

Kapelle von St. Laurant - aus dem 17. Jh., von 1729-1792 Pfarrkirche von Tremenac`h

Iliz Koz - die Friedenskirche von Tremenac´h wurde Anfang des 18. Jh. von Sanddünen zerstört
Legende von den 3 Jugendlichen, die dem erblindeten Pfarrer eine Katze zur Taufe brachten

Kapelle von Prad-Paol - der heilige Paul Aurelien ließ dort im 6. Jh. 3 Quellen entspringen

1577 wurde in Plouguerneau der Missionar Michel le Nobletz geboren (Kapelle in St. Michel)

1640 war die Pest die Ursache für Dankprozessionen (Heiligenfiguren in der Pfarrkirche)

Am Anfang des 18. Jh. wurde das Wachhaus am Corréjou errichtet, um die Engländer zurückzuschlagen

Im 19. Jh. entwickelte sich die Algenfischerei (zu sehen im Musée Maritime)

1845 Kleiner Leuchtturm auf der Ile Vierge
1902 Großer Leuchtturm auf der Ile Vierge (mit 77 m der höchste Steinleuchtturm der Welt)

1918 gründeten die Amerikaner einen Marineflugzeugstützpunkt auf der Insel Enez Terc´h

1933 Bau der Metallbrücke von Paluden über den Aber Wrac´h

1967 Beginn der Partnerschaft mit Neckarhausen (1977 Einbeziehung von Edingen)

1986 Einweihung der neuen Brücke über den Aber Wrac´h

Plouguerneau - Das Land der Legenden
- Saint Karan landet in Lilia in einem Futtertrog aus Stein
- Saint Paul enthauptet einen Drachen in Prad Paol und läßt 3 Quellen entstehen
- Die Glocke von Saint Evenoc begann von selbst zu läuten, als englische Plünderer kamen
- Die Brücke Krac´h, die in einer Nacht vom Teufel errichtet wurde
- Tolente, die versunkene Stadt, Zeugin einer alten Blütezeit des Handels

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